Schafrasse
Arles-Merino
Mérinos d'Arles
Das feinwollige Wandermerino der Provence.
Beschreibung1
Eine im 19. Jahrhundert in Südostfrankreich aus Landschafen und spanischen Merinoböcken gezüchtete Rasse, ursprünglich für Wolle. Mit etwa 250.000 Mutterschafen (rund 130.000 in der Crau) eine der größten französischen Rassen und die führende Merinorasse Europas.
Klein bis mittelgroß, mit reichlichem Vlies, das den ganzen Körper einschließlich Stirn, Backen und Beinen bedeckt; die weiße, gewellte Wolle misst im Schnitt 21 µm. Böcke tragen Spiralhörner, hornlose Böcke werden aber häufiger.
Sehr robust, trocken- und temperaturtolerant, mit starkem Herdentrieb ideal für die Transhumanz: Juni–Oktober Almen, im Winter die bewässerte, im Frühjahr die trockene Crau. Heute bringen die Lämmer das Einkommen; Mutterbasis für Agneau de Sisteron (Label Rouge, g. g. A.).
Geschichte1
Ab 1804
Von der kaiserlichen Schäferei Arles verbreitet; Landschafe mit spanischen Merinoböcken gekreuzt.
1921
Züchtersyndikat gegründet; Châtillonais-Merinoblut eingekreuzt.
1946
Herdbuch eröffnet; 1978 Gründung der UPRA.
Rassestandard und Zuchtverband
Die offizielle Rassebeschreibung, das Zuchtziel und die Herdbuchregeln veröffentlicht der anerkannte Zuchtverband der Rasse.
- French Wikipedia – Mérinos d'Arleshttps://fr.wikipedia.org/wiki/Mérinos_d'Arles
Fotogalerie
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Quellen
Abgerufen: 2026-10-18.
