
Beschreibung1
Islands Schafrasse und eine der größeren nordeuropäischen Kurzschwanzrassen. Ihre Vorfahren kamen im 9.–10. Jahrhundert mit nordischen Siedlern; verwandt mit dem Färöer-Schaf und dem norwegischen Spælsau. Spätere Einkreuzungen hinterließen kaum Spuren, da Kreuzungstiere bei Seuchenbekämpfungen gekeult wurden.
Mittelgroß, kurzbeinig und breit, aber leichtknochig; Gesicht, Beine und Euter wollfrei. Mutterschafe 68–73 kg, Böcke 91–100 kg. Das doppelte Vlies schützt vor Kälte und Nässe; vier Grundfarben (weiß, gelb, schwarz, moorit) mit vielen Mustern. Beide Geschlechter können behornt oder hornlos sein.
Sehr fruchtbar: in einer Studie mit 9.661 Lämmern waren 78 % Zwillinge und 14 % Drillinge; Herden-Ablammraten meist 175–220 %. Gehalten vor allem für Fleisch. Der Bestand erreichte 1978 etwa 891.000; 2024 waren es amtlich 345.440.
Geschichte1
9.–10. Jahrhundert
Von nordischen Siedlern nach Island gebracht.
1978
Der Bestand erreicht mit etwa 891.000 Tieren seinen Höhepunkt.
2017
Das Leitschaf (forystufé) wird als eigene Rasse anerkannt.
Rassestandard und Zuchtverband
Die offizielle Rassebeschreibung, das Zuchtziel und die Herdbuchregeln veröffentlicht der anerkannte Zuchtverband der Rasse.
- English Wikipedia – Icelandic sheephttps://en.wikipedia.org/wiki/Icelandic_sheep
Fotogalerie

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Quellen
Abgerufen: 2026-10-18.
